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Letzte (?) Meisenburg

2012

Es ist mal wieder soweit! Gehe mal wieder bis an meine Grenzen oder darüber hinaus. Nur nicht nachdenken! Alles nicht zu nah ran kommen lassen.       Diesmal wollte ich in eine andere Reha-Einrichtung. Aber wer fragt schon danach. Ein Einspruch würde es nur in die Länge ziehen.                                           Aber diesmal wollte ich doch lieber "verrückt" sein. Meine Schmerzen habe ich. Ich kann damit leben oder jammern. Jammern das bin ich nicht.                   Aufgeregt war ich nicht. Es fiel mir nur schwer, meinen Mann zurück zu lassen      (hatten wir das nicht schonmal?! )  Er hat Depressionen!                            Aber ich brauche diese 4 Wochen. Ich brauche sie für mich - für uns.                Es hatte sich in der Reha-Einrichtung etwas verändert. Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass ich immer in die gleiche Reha-Einrichtung verfrachtet wurde. Der Speiseraum war renoviert. Jetzt war ich auf mein Zimmer gespannt. Da hatte sich nichts verändert. Ein Sessel wäre nicht schlecht gewesen.                        Fortsetzung folgt.....

11.7.14 21:22


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Meisenburg

Psychosomatisch, wie sich das schon anhört.
Psychosomatische Einrichtung! Da kann man doch gleich Klapse sagen.
Meisenburg wird auch immer wieder gerne genommen.
Die Reaktionen meines Umfeldes auf meine Reha fallen meist stumm aus.
4 Wochen bekommst du?! Worauf bekommt man denn heute noch 4 Wochen?!
Psychosomatisch! Es folgt Ruhe. Warum ist es so schwer damit umzugehen?! Weil man es nicht sieht, weil man es mir nicht ansieht?!
Die, die immer gut drauf , immer für alle da ist, nie krank ist, arbeiten geht und ein "erfolgreiches Familienunternehmen" leitet.
2012, meine dritte Kur. Alle 4 jahre! Habe mir schon ausgerechnet, wie oft ich hier noch hin "darf" (muß).
Ich erinnere mich noch gut an meine erste Kur. Was habe ich mich gesträubt.
Ich brauche keine! Wie soll das zu Hause funktionieren und und und....
Mein Mann hat nicht locker gelassen.
Also 4 Wochen "Meisenburg". Natürlich war ich sehr aufgeregt. So viele "kranke" Menschen.
Dann war es soweit. Tränenreicher Abschied.
Am schwersten fiel es mir, meine Tochter (12 Jahre), zurück zu lassen.
Wie sich das anhört, "zurück lassen". Ich kam doch wieder. Die 4 Wochen....
Aus meinen 4 Wochen wurden 6 Wochen. So "verrückt" kann selbst ich nicht sein....
Die ersten 2 Wochen beantwortete ich die Frage nach der Befindlichkeit in meiner Gruppentherapie mit: "Mir geht es gut, es ist wie Urlaub hier".
Der Therapeut war ein Meister seines Faches.
Er wusste genau, wo er den Hebel ansetzen musste.
Die Stunde begann damit, dass ich mir aus dem Schrank 2 Gegenstände aussuchen sollte. Einen für meine Tochter, einen für meinen Exmann. Mein Gott, wo bin ich denn hier gelandet!? Gegenstände für Personen....
Für meine Tochter nahm ich einen weichen Ball, für meinen Exmann einen Strick. Warum? ich weiss es nicht. Ich kann auch nicht sagen, was dann mit mir, in mir geschah. Vom Erzählen her kannte ich es ja.
Aber ich!? Gegenstände können doch bei mir keine Gedanken und Emotionen hervorbringen! Den Ball wollte ich gar nicht mehr abgeben. Ich hielt ihn fest umklammert.
Den Strick legte ich weit weg. Er machte mir Angst!
Ich konnte ihn nicht ansehen und schon gar nicht anfassen. Er nahm mir die Luft zum atmen! Der Anfang war gemacht.
Mit dem Scheidungstermin war das Kapitel "Exmann" erledigt. Dachte ich. Es war einfach nur verdrängt.
In der nächsten Gruppenstunde mussten wir mit einen Stock in den Händen, mit geschlossenen Augen durch den Raum laufen und ein Wort sagen, was uns dazu einfällt.
GEWALT!
Warum habe ich das gesagt?! Er weiss doch jetzt sofort was los ist. Ich will doch nicht darüber reden, darüber nachdenken.
Zu Hause kann ich mich ablenken. Aber hier?!
Die Stunde ging zu Ende. Er hat mich nicht "gequält" Glück gehabt!
2 Tage hatte ich Zeit, mich darauf vorzubereiten. Vielleicht hat er es ja auch vergessen. Mein Therapeut was vergessen?! Wunschdenken!
Ich saß in der nächsten Gruppenstunde mit einer gleichgültigen Miene.
Zumindest dachte ich das.
Die Stunde begann damit, dass er die Wörter nannte, die in der letzten Stunde genannt wurden. Dann kam mein Wort.
GEWALT!
Er legte eine Pause ein und sah mich an. Alleine das Wort hallte in meinen Ohren, verursachte einen Kloß in meinen Hals. Ich bekam nasse Hände und war kurz vorm Heulen.
Hier heulen?! Vor den ganzen fremden Leuten?! Die sind doch viel schlimmer dran! Noch "kränker" als ich!
Und wieder gab ich ein Stück von mir preis....
Mein Exmann war Alkoholiker und hat mich geschlagen.
Jetzt war es raus und doch so stark wie nie in meinem Kopf.
Ich bekam den weichen Ball den ich mir in der letzten Stunde symbolisch für meine Tochter ausgesucht hatte.
Meine Tochter! Stark sein musste ich für sie. Keine Schwächen zeigen. Sie hatte ja schon genug mitgemacht. Ist ja noch ein Kind!
Nach der Stunde benötigte ich ein Einzelgespräch und mein Partner setzte sich ins Auto und kam zu mir. Wie gut das tat!
Meine Ruheoase! Meine Ladestation!
Ich konnte ins Wochenende gehen. War zwar immer noch etwas betrübt, konnte es aber geniessen!


Fortsetzung folgt!
Fortsetzung folgt......
8.7.14 19:29


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